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Wohnprojekt

Pilot-Projekt Jüngere Wohn – Pflege

Wir sprechen schwer- bis schwerst organisch erkrankte Personen zwischen 20 und 65 Jahren an, ...

 die bisher aufgrund nachstehend geschilderter Erkrankungen in Altersheimen leben mussten. Schlaganfall, M.S.(Multiple Sklerose), Morbus Parkinson, Z. n. Hirntumor oder Hirnblutung, Korea Hungtinton, ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), Muskeldystrophie, Querschnittslähmung, Z. n. Reanimation, Erkrankungen aus dem neurologischen, internistischen und onkologischen Formenkreis. 

Wir beginnen da, wo Klinikaufenthalt, Reha-Aktivitäten, Aktionen und tägliche Physiotherapien beendet sind oder reduziert werden ...

aus Kostengründen, der Alltag die Defizite präsentiert, das soziale Umfeld sich gravierend verändert hat und die familiären Strukturen aufweichen. Trennung, Verlust der Freunde, des Arbeitsplatzes, der Kompetenzen und der Selbstbestimmtheit prägt den Alltag der erkrankten Menschen.

Durch Ersatz bzw. Austausch von Seniorenplätzen und mit der zuerkannten Pflegestufe wird dieses Projekt finanziert ...

Der Personalschlüssel bleibt wie bei den Senioren, das Personal ist vom Berufsbild AltenpflegerIn.

Wir haben vom Verein Alltagskompetenzkräfte eingestellt, die von Spenden finanziert werden ...

In der Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Präsenzkräften können Wünsche, Außenkontakte, Aktivitäten und Aktionen realisiert werden.

Supersvision, Coaching, Curricular, Mentaltraining, NLP (Neuro - Linguistisches Programmieren), Mediation und Angehörigenarbeit wird der Verein übernehmen, um einen wertschätzenden und gegenseitig aufwertenden Umgang zu unterstützen. Angehörige, Freunde und die Gäste selbst können teilnehmen. Alle Kompetenzen sind und bleiben in den erkrankten Personen vorhanden. Sie sind überdeckt und überlagert durch ihr Leid, die Krankheit, ihre Angst und Unsicherheit. An uns liegt es, die Gäste in ihre Selbstbestimmheit, Kompetenzen und Lebendigkeit zu begleiten.
Mein Gedanke war es von Anfang an, die Anbindung an ein Seniorenzentrum zu suchen.

Aus folgenden Überlegungen:

Die Wohnform ist separat am Seniorenzentrum angeschlossen ...

Im Akutfall kann sofort Hilfe geholt werden, besonders nachts. Es können sich Freundschaften auf freiwilliger Basis zwischen Alt und Jung bilden, von der Beide profitieren. Wenn ein Umzug in ein Seniorenzentrum aufgrund des Alters oder einer fortgeschrittenen kognitiven Veränderung erforderlich wird, bleibt das soziale Umfeld erhalten und ein Besuch der „Familie“ ist immer möglich.

Physio-, Ergo-, Logo- und Psychotherapie können auf Wunsch der Gäste über den behandelnden Arzt verschrieben und in Anspruch genommen werden.
Unser Focus liegt in der Musik, der Sprache, den Instrumenten, dem Schauspiel, der Kunst, der Feldenkraismethode, der Trancearbeit und der Hypnotherapie, Pantomime und Computerarbeit. Diese Aktivitäten gehören nicht zu den Kassenleistungen. Der Verein wird mit Hilfe von Sponsoren in diesen wichtigen Bereich einsteigen und mit den Gästen arbeiten. Die geplanten Räume auch unser Musik – und Theaterraum konnten den architektonischen Umgestaltungen nicht Stand halten. Kommunikation kann gesungen werden, wenn die Sprache es nicht erlaubt. Das Lormen bietet weiter eine gute Möglichkeit, Sprache vorübergehend oder dauerhaft zu ersetzten. Mimik - und Gestikerkennung mit Computern, Kommunikation über Tablets werden zusätzlich ein wichtiger Bestandteil sein.

Der Mittelpunkt der Wohnform, der sogenannte Marktplatz bzw. die „Großküche“, die bistroartig eingerichtet werden sollte, ist durch architektonische Veränderungen zu einem Durchgangsraum geworden. Die Planung, dass jeder in seinem eigenen Wohnbereich leben darf, ist leider noch nicht ganz gelungen. Es gibt drei Doppelzimmer. Gerne würden wir sie umfunktionieren, doch steht noch die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Ein kleines Appartement für Angehörige, die gerne mit ihrem erkrankten Partner separat Zeit verbringen würden, hat in der jetzigen Planung keinen Raum gefunden.
Zärtlichkeit und Sexualität sollten im Projekt kein Tabuthema sein. Es erscheint mir sehr wichtig, die Partner aus der Rolle der „Beschützer, Versorger und Manager“ zu entlasten und zu entlassen. Die beiden verbleibenden Doppelzimmer könnten der Tages- Nacht-, oder Stundenversorgung zugeordnet werden. In allen genannten Punkten sind wir auf Sponsoren angewiesen.
Inhaltlich sollte der Alltag dem Alltäglichen, was uns auch zu Hause umgibt und erwartet, sehr nahe kommen oder sogar identisch sein.
Das rundum Versorgungspaket wird nicht angestrebt. Der „Haushalt“ darf von den Gästen selbstbestimmt mit übernommen werden.
Staubsauger, Waschmaschine, Wischeimer und Besen sind vorhanden und werden genutzt. Der Bereich Nahrungszubereitung sollte unter Berücksichtigung des vorgeschriebenen Hygienemanagements ebenfalls übernommen werden. Das Prinzip liegt im „von außen nach innen“ und soll ein von „innen nach außen“ immer ermöglichen. Ambulant, über einen speziell geschulten Pflegedienst, sind wir ebenfalls aktiv, um auch zu Hause präsent sein zu können. Hier kann gezielt gearbeitet werden, um erkrankten Personen und den Angehörigen die Angst, die Sorge und die Trauer zu nehmen, insbesondere dann, wenn sich ihr Wohnraum verändern wird, weil sie in unser Projekt ziehen werden.

Noch einmal eine gravierende Veränderung im Leben ...

Die jüngeren erkrankten Gäste haben, wenn die Partnerschaft die Veränderung, die die Erkrankung mit sich bringt trägt, alle noch berufstätige Partner oder Eltern, die bis jetzt die Versorgung übernommen haben. Individuell sollten hier Zeiten aufgenommen, angeboten und abgedeckt werden, die Entlastung und Freiraum für die berufstätigen Partner, Angehörige und Freunde bieten kann.

In dem Projekt Jüngere Wohn – Pflege im Haus Hoheneichen leben jetzt 40 jüngere erkrankte Menschen.
Die Nachfrage ist sehr groß auch überregional und wir sind überzeugt, den richtigen Weg zu gehen.

Die Vision:

Wir sprechen Sie als Sponsoren an, damit das Modell-Projekt für die Gäste ein idealer Wohn – und Lebensraum wird. Neben den im bestehenden Projekt beschriebenen Bereichen, sollten ergänzende und wichtige Aspekte berücksichtigt und mit aufgenommen werden. Alles Einzelzimmer, die zur Süd-, Südwestseite zeigen, mit Terrasse oder kleinem Balkon. Ein an einem Schlaganfall erkrankter Mensch, der sein Bett nicht mehr verlassen kann, darf so in die Natur schauen, den Wechsel der Jahreszeiten beobachten und auf seinem Balkon bzw. Terrasse das Außen erleben. Jedes Zimmer sollte mit einer eigenen Zimmerklingel und einem eigenen Briefkasten am Haupteingang ausgestattet sein. Einzelne Zimmer werden flexible Wände haben, um einer Partnerschaft, die sich dort bilden kann, Raum zu geben, um ein Zusammenziehen und Leben zu ermöglichen. Elektrische Anschlüsse, die gelegt werden sollten, um eine kleine Küchenzeile zu installieren, wenn gewünscht und möglich. Bei drei Räumen ermöglichen verdeckt installierte elektrische Anschlüsse im Boden, die intensiv-medizinische Versorgung. Ein Multifunktionsraum, der Theater- und Konzertraum sein kann. Einbindung des Landestheaters und der Hochschule für Musik. (Studenten, Hochbegabte, Schauspieler) Hier können, sollten und dürfen wunderbare Symbiosen entstehen. Lernen können wir alle voneinander.

Ein Bistro als Mittelpunkt, gute, lange und lebendige Gespräche finden oft in der Küche statt, wie bei jedem zu Hause. Ein Computerraum, ein Raum für Hypnotherapie und Feldenkrais, Sauna, Schwimmbad und Sportraum sind gewünscht. Hier entsteht ebenfalls ein Appartement für gemeinsame Wochenenden oder Urlaube. (Angehörige, Partner und Freunde der Gäste) Appartements, die im äußeren Bereich der Wohnform liegen, können von Gästen angemietet werden, die noch keiner intensiveren Zuwendung und Versorgung bedürfen. Sie können Leistungen, die wir vermitteln, in Anspruch nehmen und je nach Aufwand und Zeit honorieren. Hier kann auch der ambulante Pflegebereich in Anspruch genommen werden, der über die Pflegekasse finanziert wird. Neue Pflegegesetze 2015.

Alle Mitarbeiter können an Weiterbildungen teilnehmen, die von uns unterstützt, vorgenommen oder organisiert werden. Der Austausch mit anderen Institutionen wird als wunderbare Ergänzungen mit einbezogen. Stroke Unit, Klinikum Lippe Lemgo, Reha Kliniken, MS Ambulanz Klinikum Lippe Lemgo, Physio – u. Ergotherapeuten werden von uns angesprochen. Denkbar ist auch in einer neurologischen oder onkologischen Praxis/Klinik zu hospitieren. Die Vielfältigkeit an Informationen, der Austausch untereinander und die Möglichkeit,
sich die unterschiedlichen Bereiche erschließen zu können, ist ein gutes Fundament für die Anforderungen.

Wir bedanken uns bei allen, die an unsere Arbeit, an unser Ziel, an das Projekt und an unseren Verein geglaubt und uns vertraut haben.
Sie haben uns bis heute unterstützt, gefördert und begleitet. Als Spender, Förderer, Mitglied, Ehrenamtlicher, Freund und Pate sind sehr wichtige Säulen für das Projekt. Sie haben unseren Erfolg und die Arbeit mitgetragen. Mit Ihnen zusammen dürfen wir die Wohnform mit Leben füllen und das Visons - Projekt Realität werden lassen.

 

Unser Wohnprojekt wird Realität:

In dem Projekt Jüngere Wohn-Pflege im Haus Hoheneichen leben jetzt 28 jüngere erkrankte Menschen. Im Laufe der nächsten Wochen werden noch zwei Gäste einziehen.
Die Nachfrage ist sehr groß – auch überregional – und wir sind überzeugt, den richtigen Weg zu gehen.


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Laden Sie sich den Plan als PDF-Datei herunter:
>> Link: Bauplan Stand 11.2013