»Hospiz ist kein Ort an dem wir uns einrichten,
sondern eine Haltung, mit der wir uns begegnen.«
»Hospiz ist kein Ort an dem wir uns einrichten,
sondern eine Haltung, mit der wir uns begegnen.«
Cicely Saunders
Der Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Lippe e. V. ist aus der vor über 30 Jahren gegründeten Hospizinitiative Lippe hervorgegangen. Unser Ziel ist es, schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, die An- und Zugehörigen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und die Themen Abschied, Sterben, Tod und Trauer in der Gesellschaft sprachfähiger zu machen.
In unseren Reihen finden Sie engagierte, haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende mit umfangreichen Kenntnissen und Erfahrungen in den Bereichen Sterbebegleitung, Palliative Care und Trauer. Unser qualifiziertes Team steht Ihnen einfühlsam und unterstützend zur Seite.
Bei der Begleitung sind die ehrenamtlichen Mitarbeitenden eine wesentliche Säule. Sie begleiten die Menschen in ihrem Zuhause, in der Pflegeeinrichtung, im Krankenhaus, im stationären Hospiz und überall dort, wo sie am Ende ihres Lebens versorgt werden. Durch eine intensive Vorbereitung, regelmäßige Fortbildungen sowie eine enge fachliche Begleitung und Supervision der ehrenamtlich Tätigen können wir eine einfühlsame und qualifizierte Unterstützung für Betroffene, ihre Familien und Freunde gewährleisten.
Ein Großteil unseres Angebotes ist kostenlos. Ermöglicht wird das durch die Förderung der Begleitungen am Lebensende durch die Krankenkassen, Mitgliederbeiträge, Spenden und Erbschaften.
Unsere Angebote richten sich an alle schwerstkranken Menschen und ihre An- und Zugehörigen unabhängig von deren Glauben, Herkunft und Weltanschauung. Dabei richten wir uns jederzeit nach den Bedürfnissen der Betroffenen. Mit menschlicher Nähe und fachlicher Kompetenz setzen wir uns dafür ein, ein selbstbestimmtes Leben und Sterben in Würde und Sicherheit zu ermöglichen.
In unserem Leitbild haben wir die Ziele und Aufgaben unseres Vereins zusammengefasst.
Unser Team
Der Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Lippe e. V. wird derzeit von gut 1.000 Mitgliedern unterstützt. Aktuell sind 170 ehrenamtlich Mitarbeitende in den verschiedensten Bereichen beim Ambulanten Hospizdienst aktiv.
Geleitet wird unser Verein von einem ehrenamtlichen Vorstand, der eng mit der geschäftsführenden Koordinatorin und dem hauptamtlichen Team an unseren vier Standorten zusammenarbeitet.

Geschäftsführende
Koordinatorin
Telefon: 05231 962800
Beratungsstelle: Detmold
Email: m.sieker@hospiz-lippe.de

Koordinatorin
Kinder- und Jugendhospizarbeit
Telefon: 05231 962800
Beratungsstelle: Detmold
Email: g.monath@hospiz-lippe.de

Koordinatorin
Schwerpunkt Demenz
Telefon: 05231 962800
Beratungsstelle: Detmold
Email: a.osterhagen@hospiz-lippe.de

Beratung
Büroorganisation
Koordination
Telefon: 05231 962800
Beratungsstelle: Detmold
Email: j.meierjohann@hospiz-lippe.de

Beratung
Büro/Organisation
Vereinsbuchhaltung
Telefon: 05231 962800
Beratungsstelle: Detmold
Email: b.lueling@hospiz-lippe.de

Koordinatorin
Mobile Ethikberatung
Telefon: 05261 777383
Beratungsstelle: Lemgo
Email: b.bleibaum@hospiz-lippe.de

Beratung
Büro/Organisation
Telefon: 05261 777383
Beratungsstelle: Lemgo
Email: i.bueschemann@hospiz-lippe.de

Koordinatorin
Trauerbegleitung
Telefon: 05222 3639310
Beratungsstelle:
Bad Salzuflen und Lage
Email: u.kiel@hospiz-lippe.de

Beratung
Büro/Organisation
Telefon: 05222 3639310
Beratungsstelle: Bad Salzuflen
Email: g.heinzmann@hospiz-lippe.de
Unser Verein wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geleitet, der aus sechs Mitgliedern besteht.

(v.l.n.r.) Monika Depner (Beisitzerin), Susanne Koch-Hennig (Beisitzerin), Cord Düben (Schatzmeister), Ilse Böinghoff (Vorsitzende), Waltraut Gomm (Beisitzerin), Klaus Junghans (Stv. Vorsitzender)
Hospiz ist ein altes Wort, das soviel bedeutet wie Gastfreundschaft, Herberge. Im Mittelalter wurden hier Pilger aufgenommen, um ihnen Stärke und Kraft für den weiteren Weg zu geben. Die Hospizbewegung heute bemüht sich, diese alte Tradition im mitmenschlichen Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden wieder zu leben. Ein wesentliches Ziel der Hospizbewegung ist es, Menschen in der letzten Lebensphase Aufmerksamkeit und Zeit zukommen zu lassen, aber auch konkrete medizinische und pflegerische Hilfe zu ermöglichen. Die Würde eines jeden Menschen und seine Einzigartigkeit werden geachtet, seine Autonomie wird respektiert und unterstützt. Jeder Mensch erfährt Wertschätzung und respektvolle Zuwendung.
Menschenbild und Grundhaltung:
Wir begreifen menschliches Leben von seinem Beginn an bis zu seinem Tode als ein Ganzes: Sterben ist Leben - Leben vor dem Tod.
Jeder Mensch ist einzigartig, auch im Erleben seiner Erkrankung und seines Sterbens. Er drückt dieses durch individuelle Bedürfnisse aus. Gleichzeitig besitzt jeder Mensch ein eigenes Potential an Ressourcen, ganz gleich wie eingeschränkt er in seinen Fähigkeiten auch ist.
Die Würde eines jeden Menschen und seine Einzigartigkeit werden im Leben und über den Tod hinaus geachtet, seine Autonomie wird respektiert und unterstützt.
Jeder Mensch erfährt Wertschätzung und respektvolle Zuwendung, unabhängig von seinem Glauben, seiner Weltanschauung und seiner Herkunft.
Angebote und Aufgaben des
Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Lippe e.V.:
Eine Verbesserung der Versorgungs- und Lebensqualität schwerkranker und sterbender Menschen und ihrer Nahestehenden kann nur durch eine bestmögliche Zusammenarbeit aller an der Begleitung und Versorgung dieser Menschen Beteiligten gelingen. Wir verstehen unsere Arbeit als eines von vielen Teilen eines ganzheitlichen Unterstützungskonzeptes in der Versorgungsstruktur. Wir pflegen eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen in der Versorgung Tätigen: Die Förderung weiterer Vernetzungen bestehender Angebote sehen wir als wichtige Aufgabe.
Präambel
Jedes, auch das zu Ende gehende Leben, hat Zukunft und Hoffnung, Würde und Sinn. Auf der Grundlage christlicher Lebenswerte engagieren sich Menschen unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Ansichten im Ambulanten Hospiz- und Palliativ Beratungsdienst Lippe e.V. mit dem Ziel, Sterben als menschenwürdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen.
Ein erstes Treffen von Interessierten zur Gründung einer Hospizgruppe in Detmold.
Im April erster Grundkurs Sterbende begleiten. Am 08.09.1994 erster Pressetermin. Am 24.10.1994 erste Informationsveranstaltung zur Hospizgruppe.
Ab März 1995 erste Sterbebegleitungen in den Einrichtungen des Ev. Diakonissenhauses DT. Am 02.5.1995 Gründungsversammlung der „Hospiz-Initiative-Detmold e.V.“ (HID). Zum Jahresende 1995 erscheint der erste Rundbrief der Initiative. Es wird unter anderem die 1. Version Patientenverfügung des Vereins abgedruckt.
Im Mai 1996 wird der HID der Brunnenpreis für soziales Engagement in Höhe von 5.000 DM verliehen. Ab Mai 1995 erstes Hospiz-Helfer-Aufbauseminar. Am 01.09.1996 beginnt Hildegard Rieping (kathol. Theologin und Volkswirtschaftlerin) als ABM-Kraft mit einer vollen Stelle. Die Einrichtung des ersten Hospizbüros im Ev. Diakonissenhaus erfolgt über eine großzügige Spende über 5.000 €.
Im Dezember 1997 findet der 1. Detmolder Hospiztag mit ca. 400 Teilnehmern in der Detmolder Stadthalle mit großem Erfolg statt (Referenten: Heinrich Pera, Prof. Klaschik, Martina Kern, Prof. Rest).
Auf Anregung der HID wird im Klinikum Detmold eine Arbeitsgruppe zum Thema „Wie gehen wir mit Sterben, Tod und Trauer um“ eingerichtet. Schwerpunkt der Arbeit ist u.a. die Hospizarbeit durch Vorträge und Informationsveranstaltungen bekannt zu machen. In diesem Jahr besteht das Vortragsteam unter der Leitung von Ilse Böinghoff aus 18 Mitarbeitenden.
Am 27.10.1999 geht der Verein ans Netz und ist nun unter der E-Mail-Adresse hospiz-initiative-detmold@t-online.de erreichbar. Der Verein engagiert sich nun auch im Bereich Trauerarbeit mit einer offenen Trauergruppe, die durch Fr. Becker, Fr.Husemann geleitet wird.
Gründungstreffen des Netzwerkes „Hospizarbeit und Palliativmedizin in Lippe“ (HPML). Das Treffen kann als Vorläufer des heutige Palliativnetzes angesehen werden.
Umbenennung des Vereins in „Ambulanter Hospizdienst Lippe-Detmold e.V.“ und Gründung einer Hospizgruppe im Extertal. Umzug des Hospizdienstes vom Ev. Diakonissenhaus in das Kontaktbüro in der Leopoldstr. 16. Am 18.08.2001 Tag der offenen Tür.
Im März kann das 400. Mitglied begrüßt werden. Im Juni löst sich die bis dahin eigenständige Hospiz-Initiative- Bad Salzuflen auf und schließt sich als Regionalgruppe dem Hospizdienst Lippe-Detmold an. Eröffnung des Stationären Hospizes am Ev. Diakonissenhaus Detmold am 01.10.2002
Am 1.2. wird Ilse Böinghoff als kommissarische Koordinatorin mit 30 Std./Woche eingesetzt. Für das Jahr 2001 erfolgt erstmalig eine finanzielle Unterstützung der ambulanten Hospizarbeit durch den neu geschaffenen § 39 a SGB V.
Im Februar erstes Treffen der neuen Arbeitsgruppe „Ambulante Kinderhospizarbeit“.
Im Oktober findet zum 10-jährigen Vereinsjubiläum eine Hospizwoche statt. Zu diesem Vereinsjubiläum erscheint der bisherige Vereinsrundbrief (Ausgabe Nr.20) erstmals farbig und mit dem neuen Titel „BlickWechsel“.
Aus dem „Ambulanten Hospizdienst Lippe-Detmold e.V.“ wird am 1.6. der „Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Lippe e.V.“ Eröffnung der Geschäftsstelle Lemgo in der Kramerstr. 10 am 26.8. Herr Hillienhof erhält am 6.10. im Sepulkralmuseum in Kassel den Ehrenpreis der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz.
Am 29.08.2007 Start der Kindertrauergruppe Sonnenstrahl mit 9 Kindern. Am 16.9. findet in Lemgo erstmalig ein Trauercafe statt.
Eröffnung der neuen Geschäftsstelle Bad Salzuflen in der Wenkenstr. 63 am 01.07.2008.
Gründung des Palliativnetzes Lippe, ab Juli binden Palliativärzte hauptamtliche Koordinatorinnen des ambulanten Hospizdienstes in die Versorgung von Palliativpatienten ein.
Im März trifft sich eine neu gegründete Jugendtrauergruppe zum 1. Mal. Im April finden Jubiläumshospiztage zum 15-jährigen Vereinsjubiläum statt. Das Trauercafe in Detmold startet im September.
Unterzeichnung der ersten Kooperationsvereinbarung mit einem Altenheim im Seniorenzentrum „Feierabendhaus“ der AWO in BS. Anlässlich seines 70. Geburtstags bat der Detmolder Unternehmer Horst Wortmann statt Geschenken um Spenden für die Kinder- u. Jugendhospizarbeit in Lippe. Die dabei zusammengekommene Summe von über 60.000 € ermöglicht die Anschubfinanzierung für die Einstellung einer hauptamtlichen Koordinatorin für diesen Bereich sowie die Anmietung weiterer Räumlichkeiten.
Die Salzufler Beratungsstelle zieht im Mai um direkt in das Stadtzentrum.
Auf Initiative des AHPB findet im März der erste Runde Tisch zur Kinderpalliativversorgung im Kreis Lippe statt. Im Juni startet der erste Grundkurs Kinderhospizarbeit. Im November wird in Bad Salzuflen das Trauercafe erstmals durchgeführt.
Im Mai bietet der Verein erstmalig eine Trauerreise mit 12 Teilnehmern auf die Nordseeinsel Juist an, die seitdem jährlich stattfindet. Die Palliativstation am Klinikum Lemgo wird eröffnet.
Im Januar wird die Festschrift zum 20-jährigen Vereinsjubiläum herausgegeben. Im Juni bezieht der Verein zusätzliche Seminarräumlichkeiten in der Langen Str. 31 in Detmold.
Die Mobile Ethikberatung Lippe MELIP nimmt offiziell ihre Arbeit auf. Ab Januar bietet der AHPB erstmals Trauerwandern an. Im März findet das erste Trauercafe Plus in Bad Salzuflen statt. Am 30.3. wird ein Kooperationsvertrag mit dem Betheler SAPV-Team für Kinder und Jugendliche „Der Weg nach Hause“ unterschrieben.
Im April beginnt eine eigene Begleitgruppe auf der Palliativstation im Klinikum Lemgo. Im Oktober Gründung des „Kompetenznetzwerkes Hospiz- und Palliativkultur in Einrichtungen der Altenhilfe in Lippe“.
Ehrenamtliche Mitarbeiter werden ab Januar im Erzählseminar zu „Erzählern“ qualifiziert. Am 01.04.2018 beginnt das auf 3 Jahre angelegte Projekt „Unterstützung des Auf- und Ausbaus von Hospiz- und Palliativkultur in stationären Einrichtungen der Altenhilfe in Lippe“.
Ein „Letzte-Hilfe-Kurs“ wird erstmalig im Januar angeboten, weitere folgen in unregelmäßigen Abständen in ganz Lippe. Erstmalige Durchführung eine Kurswoche „Palliative Praxis“. Im Juni erstmalige Durchführung eines Trauerwanderwochenendes am Möhnesee.
Der Verein besteht seit nun 25 Jahren. Die geplanten Veranstaltungen zum Jubiläum wie auch ein Großteil aller geplanten Veranstaltungen fallen wegen der Pandemie aus, oder werden zunehmend durch virtuelle Treffen über ZOOM organisiert. Ab Mai erarbeitet der Verein unter Einbeziehung aller Haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in einem 6-monatigen Prozess eine eigene Haltung zum Thema assistierter Suizid. Dazu erfolgen Pressemitteilungen und eine Veröffentlichung in der Zeitschrift Hospiz-Dialog (ALPHA-NRW) in 4/21. Im November wird eine neue Trauergruppe für junge Erwachsene (18 - 27 Jahre) gegründet.
Im Januar erscheint der 39. BlickWechsel unter dem Thema „Beihilfe zum Suizid" Da der AHPB Lippe einer der ersten mit einer definierten Haltung zu dem Thema ist, wird die Ausgabe von anderen Hospizvereinen aus dem deutschsprachigen Raum (D, A, CH) stark nachgefragt. Es folgen Einladungen zu Veröffentlichungen und Fortbildungen zu dem Thema.
Im April wird in der Zeitschrift Hospiz-Dialog NRW unter dem Thema „Beihilfe zum Suizid“ der Prozess der Prozess der Entstehung der Haltung des AHPB-Lippe zum assistierte Suizid beschrieben und alle hospizlich-palliativen Institutionen dazu ermuntert, eine eigene Haltung zum Thema zu entwickeln. Im Mai startet in Detmold der 100. „Grundkurs Sterbende begleiten“. Im November verabschiedet das MELIP-Leitungsteam die gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Detmold erarbeitete Handreichung „Umgang mit nachhaltigen Sterbewünschen bei schwerer Krankheit“.
Im März wird im Alten Rathaus in Lage das Beratungsbüro des AHPB´s eröffnet. Ebenfalls im Mai initiiert Ute Kiel das erste Treffen des Trauernetzwerkes Lippe mit acht Anbietern aus der Trauerarbeit. Im August feiern die Sonnenstrahlgruppen ihr 15-jähriges Jubiläum.
Im Januar tagt die neue Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ zum ersten Mal. Im März startet die neue Arbeitsgruppe „Ehrenamt“. Ende März zieht das Lemgoer Büro von der Kramerstraße in die Haferstraße um. Ute Kiel bietet mit vier Ehrenamtlichen erstmals ein „Death Cafe“ im Kreis Lippe an.
Im Oktober zieht das Büro Lage um in das Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchengemeinde Lage. Entwicklung einer neuen Webseite startet.